Windenergie im Odenwald

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Windpark Hainhaus mit Weiten-Gesäß im Vordergrund

Im Rahmen des Ausbaus der erneuerbaren Energien in Deutschland findet eine Erschließung der Höhenzüge des Odenwaldes für Windkraftanlagen statt. Derzeit existieren bereits einige Windkraftanlagen, von denen der Windpark am Munitionslager_Hainhaus derzeit mit sechs Generatoren der größte ist.

Sowohl in den hessischen als auch in den bayrischen Teilen des Odenwaldes laufen derzeit Planungsverfahren zum Ausbau der Erzeugung von Energie durch Windkraft.

Geplante Flächen[Bearbeiten]

Der sich derzeit in Planung befindliche Flächennutzungsplan des hessischen Odenwaldes sieht verschiedene Areale als Kandidaten für Windkraftanlagen vor, wobei eine Gesamtfläche von 1000 Hektar für bis zu 100 Anlagen vorgesehen ist[1]. Die folgende (unvollständige) Liste gibt einen Überblick:

Hainhaus[Bearbeiten]

Die bereits bestehende Anlage mit sieben Windrädern soll auf bis zu 10 (Quelle?) Anlagen erweitert werden. Derzeit befindet sich Anlage Nummer acht im Bau, wobei die Pläne für weitere Windräder derzeit auf Eis liegen. Das vormals vorgesehene neunte Windrad war Gegenstand von kontroverser Diskussion, da es für eine Position innerhalb des 1 km Perimeters um bewohnte Siedlungen (Bremhof) genehmigt worden war[2].

Kornberg[Bearbeiten]

Felgenwald II[Bearbeiten]

Bezüglich der Fläche Felgenwald II bringt der Flugsportclub Mümlingtal Einwände vor, die möglicherweise zu einem Ausschluss dieses Gebietes führen könnten. Felgenwald II befindet sich mitten im Schleppkorridor des Segelflugplatzes Vielbrunn und würde dessen Nutzung in Frage stellen[3].

Fläche 27 (Hinterbach)[Bearbeiten]

Nahe Hinterbach in der Gemeinde Rothenberg sollen vier Windräder entstehen. Obwohl der Abstand zur Wohnbebauung laut Flächennutzungsplan nur 600 Meter beträgt, möchte sich die Energiegenossenschaft Odenwald als möglicher Betreiber freiwillig an ein Mindestabstand von 1000 Meter halten[4].

Mies[Bearbeiten]

Geisberg[Bearbeiten]

Auf dem Geisberg wurden im Winter 2013/2014 fünf Windkraftanlagen errichtet, die im Frühjahr 2014 in den Regelbetrieb gehen sollen.

Hoschbashöhe/Morsberg[Bearbeiten]

Finkenberg[Bearbeiten]

Dem Regierungspräsidium Darmstadt liegen derzeit Bauanträge für acht Anlagen mit bis zu 200 Metern Höhe auf dem Finkenberg vor[5].

Katzenwinkel[Bearbeiten]

Für den Katzenwinkel wurden vier Anlagen beim Regierungspräsidium Darmstadt beantragt[5].

Sensbacher Höhe[Bearbeiten]

Für die Sensbacher Höhe ist der Bau von sechs Anlagen durch die Energiegenossenschaft Odenwald beantragt[2].

Effizienz[Bearbeiten]

Aufgrund der relativ gesehen nur mittelmäßigen Windgeschwindigkeiten im Odenwald können mit den hier aufgestellten Anlagen nicht die Konversionseffizienzen der in Küstennähe oder Offshore befindlichen Windkraftanlagen erreicht werden.

Kontroverse[Bearbeiten]

Innerhalb der Bevölkerung des Odenwaldes gibt es sowohl Fürspruch als auch Widerstand gegen den Ausbau der Windenergie. Die primären Streifragen sind hierbei die Nähe zu Wohnbebauung und die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, insbesondere durch die nachts rot blinkenden Warnleuchten[5]. Gleiches gilt für die politische Landschaft des Odenwaldes. So klagt etwa die Stadt Michelstadt gegen die Errichtung einer bereits genehmigten Anlage in ca. 800 m Abstand zum Weiler Bremhof, wenngleich sie sich andererseits Erträge von der Windenergienutzung städtischer Grundstücke verspricht.

Für den Odenwaldkreis gilt, dass innerhalb der politischen Parteien kein Konsens bezüglich einer Zustimmung oder Ablehnung herrscht. Eine Ausnahme bildet die FDP, welche den Standpunkt der Fundamentalopposition gegen die Windkraftanlagen hat.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Noch einmal sind die Bürger gefragt Odenwälder Echo, 7. Oktober 2013
  2. 2,0 2,1 Hainhaus-Windrad acht wächst empor Odenwälder Echo, 7. März 2014
  3. Piloten sehen Flugplatz von Windrädern gefährdet Odenwälder Echo, 14. September 2013
  4. Hinterbach darf auf Abstand hoffen Odenwälder Echo, 16. September 2013
  5. 5,0 5,1 5,2 Beerfelder Land von 35 Windrädern überragt? Odenwälder Echo, 28. Februar 2014