Odenwaldmuseum

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Der Hof der Kellerei mit dem Eingan des Odenwald- und Spielzeugmuseums im Hinteregrund während des Altstadtfests 2012

Das Odenwaldmuseum ist ein Regionalmuseum in Michelstadt. Aktuell wird es, nach der Zusammenlegung mit dem zuvor selbstständigen Spielzeugmuseum, als Odenwald- und Spielzeugmuseum bezeichnet. Das Museum ist in der ehemaligen gräflichen Kellerei untergebracht und belegt dort den Großteil der Fläche. Träger ist die Stadt Michelstadt. Die ebenfalls in der einstigen Remise der Kellerei installierte Kainsbacher Mühle gehört nicht zum Museum und wird vom Verein Förderkreis Historisches Michelstadt separat von diesem betrieben.

Austellung[Bearbeiten]

Die öffentlich zugänglichen Ausstellungsräume des Museums befinden sich in den vier oberen Stockwerken der Zehntscheune der Kellerei. Gegenwärtig ist das Erdgeschoß dem Spielzeugmuseum gewidmet, welches ungefähr einen Zeitraum von 1890 bis 1940 abgdeckt. Im 1. Obergeschoß ist die archäologische Sammlung untergebracht, außerdem eine Reihe von Sonderräumen. Das vollständig mit originalen bestückte Biedermeierzimmer, das Barockzimmer sowie das Fritz Kredel Zimmer, in welchem Teile des Nachlasses des berühmten, aus Michelstadt stammenden, Graphikers und Illustrators ausgestellt sind. Der Hauptteil der Fläche in diesem Stockwerk ist jedoch für Sonderveranstaltungen reserviert. Dazu zählen Lesungen, Ausstellungen oder Konzerte, etwa im Rahmen der Michelstädter Musiknacht. Das 2. Obergeschoß zeigt die Stadtgeschichte Michelstadts und primär altes Handwerk und bäuerliche Leben der Region anhand zahlreicher Exponate. Das 3. Obergeschoß ist den Werken Odenwälder Künstler gewidmet. Etwa die Hälfte des Stockwerks ist für einen vom Verein Theaterkarren genutzten Theaterraum abgetrennt.

Geschichte[Bearbeiten]

Im Jahre 1910 wurde auf Initiative von Rudolf Marburg ein Verein mit dem Ziel gegründet ein Heimatmuseum in Michelstadt einzurichten, welches ein Jahr später, am 5.5.1911 als Odenwaldmuseum eröffnet werden konnte. Das neue Museum war zunächst im Amtshaus der Kellerei untergebracht, wechselte aber bereits 1927 in den Preußischen Hof in der Braunstraße, wo es bis 1979 verblieb. Während des 2. Weltkrieges war es geschlossen, der Bestand zeitweise evakuiert. Erst 1952 erfolgte die Wiedereröffnung.

Im Rahmen der Altstadtsanierung der 70er Jahre wurde beschlossen das Odenwaldmuseum, dessen Sammlung mittlerweile dem Raumangebot im Preußischen Hof entwachsen war, wieder in der Kellerei anzusiedeln. Von 1979 bis 1984 erfolgte der Umbau, am 6.10.1984 die Eröffnung des neu gestalteten Museums.

Im Jahr 2001 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Spielzeugmuseum, welches zuvor im Amtshaus der Kellerei untergebracht war. Das Spielzeugmuseum entstand als Puppenmuseum in den 70er Jahren, als 1976, ebenfalls im Rahmen der Altstadtsanierung, das Amtshaus von der Stadt Michelstadt dem Ehepaar Adelhelm zur Präsentation seiner Puppensammlung zur Verfügung gestellt wurde. Nachdem Gespräche über einem Ankauf durch die Stadt gescheitert waren, wurde diese aber in den frühen 80ern aber Stückweise privat verkauft. Als Ersatz erfolgte Ende 1982 in Zusammenarbeit mit den Professoren Helmut Anthes und Heinz Schlageter, die Gründung des Spielzeugmuseums, mit der Sammlung der Eheleute Anthes als Kern des Bestands. Diese wurde durch die Stadt Michelstadt nach und nach im Laufe des nächsten Jahrzehnts aufgekauft und befindet sich seit etwa 1996 vollständig im städtischen Besitz.

Links[Bearbeiten]

Seite des Odenwald- und Spielzeugmuseum auf michelstadt.de