Bad König

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Gemeinde im Odenwald
Wappen Bad Koenig.svg
Geografie
Koordinaten 49° 45′ N, 9° 0′ O
Höhe 183 m ü. NN
Verwaltung
Art Stadt
Bundesland Hessen
Landkreis Odenwaldkreis
Gemeindeschlüssel 06437001
Bürgermeister Uwe Veit
Sonstiges
Einwohnerzahl 9340 (1.12.10)
Einwohnerzahl Kern ???
Erste urkundl. Erwähnung 820 n. Chr.
Website www.badkoenig.de
"König" um das Jahr 1805 nach einem Aquarell von Johann Rudolf Follenweider-Birnau.
Blick auf Bad König

Bad König ist eine Stadt im Odenwald und grenzt im Norden an die Gemeinden Höchst und Lützelbach, im Westen an die Gemeinden Brombachtal und Brensbach sowie im Süden an die Stadt Michelstadt.

Geschichte[Bearbeiten]

Diverse prähistorische Artefakte wurden auf Bad Königer Boden gefunden: Facettiertes Beil (Schurkeramik), Flasche (Latènezeit), Kupferbeil (ca. 1600-1800 v.Chr.), sowie verschiedene Steinzeitartefakte.

Römische Präsenz[Bearbeiten]

Römische Präsenz auf Bad Königer Boden ist durch Skulpturfunde nachgewiesen. Nahe dem Gesundheitsbrunnen wurden zwei Merkurstatuen und eine Ceresstatue, sowie im Wald nahe Birkert ein Diana-Nischenbildnis gefunden. Ein Minerva-Sandsteinrelief wurde 1885 bei der Restaurierung der Friedhofskapelle entdeckt und der Kopf einer Dianastatue wurde 1957 in der Mauer des Lustgartens gefunden. Letzterer Kopf ist im Museum des Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. ausgestellt. In den Grohwiesen wurde eine Handmühle römischen Ursprungs entdeckt[1]. Außerdem wurde eine zu einem unbekannten Zeitpunkt bei König gefundene römische Grabplatte gut sichtbar in den Turm der evangelischen Kirche Bad König eingemauert[2].

Mittelalter bis Neuzeit[Bearbeiten]

Ersterwähnung Bad Königs als Cunticha in einer diplomatischen Karte von ca. 824, entstammt Codex Diplomaticus Fuldensis, 1850.

Die erstmalige urkundliche Erwähnung Bad Königs fand unter dem Namen "Cunticha" in einer im Codex Diplomaticus Fuldensis überlieferten Karte von ca. 824 statt, wo ein gewisser Ratfrid und seine Frau Rosmot die Germarkung Cunticha dem Stift Fulda überlassen.


Im Jahre 1894 wurde im Keller der Gastwirtschaft "Zur Traube" das eisenhaltige "Stahlwasser" entdeckt, welchem 1896 via behördlicher Genehmigung eine "heilkräftige Wirkung" bescheinigt wurde. Aufgrund des zunehmenden Kurbetriebs wuchs die Zahle der Kurgäste stetig an, so dass schließlich 1917 König zu einem Halt für Schnellzüge wurde. 1947 beantragte die Gemeinde, künftig den Status eines Heilbades anführen zu dürfen, was 1948 genehmigt wurde. Seit dem heißt das vormalige "König" "Bad König"[3].

Ortsteile[Bearbeiten]

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

"Im Oberdorf" von Georg Vetter Blick auf die Kirche in Bad König vom Oberdorf aus

Weitere Vereine und Organisationen[Bearbeiten]

Besondere Orte[Bearbeiten]

Nicht mehr existierende besondere Orte[Bearbeiten]

Besondere Ereignisse[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. Otto Pichl, Karl Ludwig Kraft: Bad König - die Geschichte einer Stadt (I) Von Cunticha bis Bad König Heimat- und Geschichtsverein Bad König e.V. Bad König, 1. Aufl. 1984
  2. Ludwig Riefling in: Bad König, Eine Ortsbeschreibung Kulturverwaltung Bad König, 4. Aufl. 1971
  3. Als an König kein Schnellzug mehr vorbeifuhr Odenwälder Echo, 1. März 2016

Weblinks[Bearbeiten]